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Zur Folkwang Hochschule

Die Folkwang Hochschule in Essen gilt heute als eine der profiliertesten Kunsthochschulen des Landes. 1928 erhielt auch die bereits bestehende Fachschule für Gestaltung diesen Namen. Und von da an stand Folkwang für die Einheit der Künste, für das Gesamtkunstwerk und für die Idee, alle Künste unter einem Dach zu versammeln.
Der Name Folkwang ist längst zum kulturellen Markenzeichen geworden, und das weit über nationale Grenzen hinweg. Er steht für Musik, Theater und Tanz - für die Idee der spartenübergreifenden Zusammenarbeit verschiedener Kunstrichtungen.
Seit den 70er Jahren spielt auch die elektronische Musik an der Folkwang Hochschule eine bedeutende Rolle. Bereits Ende der 60er Jahre war Live-Elektronik das große Schlagwort in der elektronischen Musik.
Aus der Gruppe MHz (Leitung: Günther Becker) hervorgegangen formierte sich ein Ensemble das seit 1971 ausschließlich aus Folkwang-Hochschul-Mitgliedern bestand.
Die Mitglieder des Ensembles waren: Alfred Alings, Günther Becker, Ferdi Brendgen, Mirko Dorner, Pierre W. Feit und Dirk Reith.
Neben der live-elektronischen Arbeit auf der Bühne wurde schon sehr bald deutlich, dass bestimmte live-elektronische Projekte in einem entsprechend ausgestatteten Studio vorbereitet und erforscht werden mussten. So wurde das bis dahin sehr sparsam ausgestattete Studio in den Jahren 1975-78 mit einer neu konstruierten analogen Anlage ("Synlab" der Firma Hofschneider) ausgestattet, die man in Zusammenarbeit mit dieser Firma entwickelt hatte.
1990 gründete der Senat der Folkwang Hochschule ein fachbereichsübergreifendes Institut: Das ICEM (Institut für Computermusik und Elektronische Medien) beinhaltet über das Elektronische Studio hinaus weitere Fachabteilungen für Audiotechnik. Künstlerischer Leiter des ICEM ist Prof. Dirk Reith. Neben der Ausbildung von Komponisten betreut das ICEM alle Projekte der Hochschule, in denen Medien in umfassendem Masse eingesetzt werden .
Mit der Einrichtung des Diplom-Studiengangs Jazz wurde unter der Leitung des ICEM ein spezielles, auf die Anforderungen der Jazzmusik zugeschnittenes Studio errichtet, das Projekt-Studio des Studiengangs Jazz. Im Zuge der Federführung der Arbeitsgruppe "Multimedia & Kunst NRW" des MSWWF (Ministerium für Stadtentwicklung, Wissenschaft, Weiterbildung und Forschung) von 1996 bis 1999 wurde ein Studio für Visuelle Medien eingerichtet. Erweitert wurde dieses Medienstudio von 1999 bis 2002 im Rahmen des Forschungsprojektes "Interaktive Medienbühne" des MSWWF; es entstand das Audio/Video-Medien-Studio. Im Jahre 2000 wurde die jüngste Einrichtung des ICEM, das neue Tonaufnahmestudio, eingeweiht. Neben der Standardausstattung eines solchen Studios wurde es mit einem modernen Abhörsystem in Dolby Surround (6.1) Technik ausgestattet. Darüber hinaus ist es auch mit Projektionseinrichtung für die Video-Postproduktion ausgerüstet.
Die Ausbildung der Komponisten am ICEM, im Umfeld der gesamten Hochschule mit ihren Studiengängen aus Musik, Theater und Tanz, ermöglichen den Studenten eine umfassende Ausbildung mit mannigfaltigen Möglichkeiten in interdisziplinären Projekten.

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